Deutschkreutz
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HERZLICH WILLKOMMEN MITTEN IM BURGENLAND !
Als Bürgermeister der Marktgemeinde Deutschkreutz begrüße ich Sie herzlich auf unserem CITIES Gemeindeprofil. Auf unserem Profil finden Sie alle wichtigen Informationen über unsere Gemeinde. Wir haben uns bemüht, den Auftritt bei CITIES übersichtlich und nutzerfreundlich zu gestalten. Dennoch sind wir für Verbesserungsvorschläge und Anregungen immer offen, um die Serviceleistungen für Sie zu optimieren. Ich wünsche Ihnen eine interessante, virtuelle Rundreise durch unsere Gemeinde. DEUTSCHKREUTZ IST UND BLEIBT IN BEWEGUNG ! Bürgermeister Andreas KACSITS
DIE GESCHICHTE
Deutschkreutzungarisch: Sopronkeresztúr (bis 1899 Németkeresztúr) kroatisch: Kerestur hebräisch: Zelem Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg. Später im Römischen Reich war das Gebiet Teil der Provinz Pannonia. Funde aus der jüngeren Steinzeit, der Bronze- und der Hallstattzeit geben Hinweise auf eine kontinuierliche Besiedlung unseres Gebietes, Ausgrabungen zeugen von einem ausgedehnten römischen Villenviertel. 1245 schenkte Bela IV "Bujuslou", das heutige Deutschkreutz, zwei ungarischen Adeligen (erste urkundliche Erwähnung des Ortes). Der Name "Kurustur" (Kreutz) scheint erstmals im Jahre 1274 auf. Südlich von Deutschkreutz befindet sich im Frauenbrunnenwald der "Schlösselberg" - da stand einst die Burg "Bykug". Marktgemeinde ist Deutschkreutz seit 1340. Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland (Deutsch-Westungarn) bis 1920/21 zu Ungarn. 1619 wird die Ansiedlung erstmals "Nemeth Kereztur" (Deutschkreutz) genannt. Die erste urkundliche Erwähnung eines Schlosses in Deutschkreutz fällt in das Jahrließen die Nadasdy ein Schloss erbauen. Das Renaissanceschloss in seiner heutigen Form stammt aus 1625. Ab 1671 gehörte Deutschkreutz zu den jüdischen Siebengemeinden im Burgenland. Die orthodoxe jüdische Gemeinde unterhielt eine berühmte Talmudhochschule, in der Juden aus aller Welt studierten. Auf Grund der weltweiten Bedeutung für das Judentum, ist Deutschkreutz auch der einzige Ort in Österreich, für den es auch einen hebräischen Ortsnamen (Zelem = Bild im Sinne von Götzenbild) gibt. Die Gemeinde wuchs im 19. Jahrhundert bedeutend an und zählte im JahrePersonen. 1941 wurde die Synagoge von Deutschkreutz von den Nationalsozialisten gesprengt. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland. 1936 kommt die Gemeinde Girm zu Deutschkreutz. In Girm, bis dahin eine eigenständige Gemeinde, versammeln sich 187 Gemeindebürger im Gemeindehaus und führen eine Volksabstimmung durch. 120 von ihnen entscheiden sich für einen Anschluss an die Großgemeinde Deutschkreutz, die somit 4.203 Einwohner hat. 1938 nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich werden die jüdischen Mitbürger, es waren um diese Zeit noch ca. 420, aus Deutschkreutz vertrieben. Von 81 weiß man, dass sie in einem KZ umgekommen sind, 158 konnten emigrieren, das Schicksal von 181 Deutschkreutzer Juden ist unbekannt. Die Haushalte und Geschäfte werden von den Nazis und ihren Mitläufern geplündert, ein großer Teil der Judenhäuser von der Gemeinde erworben und abgetragen, der Judenfriedhof wird verwüstet, die Synagoge gesprengt. Das ist das Ende der jahrhundertealten Judengemeinde Zelem. Die Nationalsozialisten setzen einen neuen Gemeindetag und einen neuen Bürgermeister ein. Sämtliche Lehrer der Deutschkreutzer Schulen werden entlassen, einige vorübergehend inhaftiert. Zu den Verfolgten des Nazi - Regimes gehören auch die Roma, sie werden in ein Lager nach Lackenbach deportiert. 1939 bricht der Zweite Weltkrieg aus. Hunderte von jungen Deutschkreutzern müssen zur Deutschen Wehrmacht einrücken, mehr als 300 sterben auf den Schlachtfeldern. 1944 werden Hunderte ungarischer Juden nach Deutschkreutz zur Errichtung des "Ostwalls" deportiert. Ein großer Teil von ihnen stirbt an Erschöpfung, Unterernährung und an Seuchenkrankheiten. Im Judenfriedhof werden 286 Budapester Juden in einem Massengrab verscharrt. Am 29. März 1945 überschreitet die Rote Armee bei Klostermarienberg die Grenze. Es beginnt eine langjährige Besatzungszeit, die vor allem zu Beginn für die Bevölkerung sehr leidvoll ist, da es immer wieder zu Übergriffen kommt. Das Totenbuch von Deutschkreutz verzeichnet mit Sterbedatum 31. März und 1. April 1945 19 Todesfälle durch Gewalteinwirkung. Deutschkreutz wird von einem von der Besatzungsmacht eingesetzten Bürgermeister und Gemeinderat verwaltet. 1995 feierte die Maktgemeinde "750 Jahre Deutschkreutz"
DIE BÜRGERMEISTER VON DEUTSCHKREUTZ SEIT 1921
Josef Salzer Johann Kratochwill Georg Reumann Paul Pingitzer Paul Fennes 1927 Lorenz Gabriel Matthias Gansriegler Karl Strehn Johann Krecht Eugen Krammer Karl Strehn 1950 Stefan Heidenreich 1951 Bernhard Gansrigler Johann Reinfeld Stefan Illy Eugen Krammer Stefan Illy Eugen Krammer Anton Berger Wolfgang Strehn Willibald Hofer Ernst Möderl Manfred Kölly Andreas KACSITS - seit September 2021
DAS WAPPEN
Die Burgenländische Landesregierung hat in ihrer Sitzung am 14. Jänner 1976 LAD-1647/1-1975 gemäß § 4 Abs. 1 der Bgld. Gemeindeordnung LGB1.Nr.37/1965 beschlossen, der Gemeinde Deutschkreutz das Recht zur Führung des nebenstehenden beschriebenen Wappens zu verleihen. Das Wappen verbindet sinnvoll Geschichte und Gegenwart der Gemeinde. Aus dem alten Ortssiegel wurde das Kreuz als sprechendes Symbol für die Pfarrkirche und den Ortsnamen übernommen, hinzu kamen die Weintraube und die Wellenbalken als Zeichen für den Weinbau und die Mineralwasserquelle, den wichtigsten Faktoren im wirtschaftlichen Leben der Gemeinde.
"In einem von Gold und Rot gespaltenen Schild, vorne ein rotes Kreuz, hinten über dreifachem silbernen Wellenband eine goldenen Traube mit Blatt".
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