Musikverein St. Margarethen
Musikverein
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Beschreibung
Kurzchronik ab 1900 Im Jahr 1900 gab es in St. Margarethen zwei Musikkapellen („Musi-Banda“), die Unger-Banda mit neun Mann und die Scheuhammer-Banda mit 13 Mann. Nach 1945 nahm sich Kapellmeister Josef Unger der vom 1. Weltkrieg zurückgekehrten jungen Musiker an und formierte die Burschenkapelle des katholischen Reichsbundes. Zur selben Zeit bildeten Paul Weixelbaum und Franz Kugler gemeinsam junge Musiker aus und gründeten eine Arbeiterkapelle. Die älteren Musiker - die Reste der Scheuhammer-Kapelle - schlossen sich unter Kapellmeister Matthias Artner, einem ehemaligen Militärmusiker, zusammen und wurden dann zur Feuerwehrkapelle. Etwa 1929 bildete sich außerdem die Burschenkapelle, die von Kapellmeister Anton Pascher geleitet wurde, und einige Jahre später als erste Kapelle aus St. Margarethen erfolgreich an einem Blasmusikwettbewerb teilnahm. Mitte der 30-er Jahre begann Kapellmeister Michael Scheibstock mit der Ausbildung von jungen Musikern und gründete 1937 eine Jugendkapelle, die mit viel Idealismus musizierte und ein beachtliches Niveau erreichte. Der Ausbruch des zweiten Weltkriegessetzte jedoch ihrem Aufstieg ein jähes Ende. Die meisten Musiker mussten einrücken, und so blieb von den vier Musikkapellen nur ein Rest von zwölf älteren Musikern, die sich unter Kapellmeister Matthias Artner zusammenschlossen. Nach Kriegsende kehrten die Männer nach und nach heim, und Kapellmeister Anton Pascher konnte im Herbst 1945 wieder mit einer Feuerwehrmusikkapelle an die Öffentlichkeit treten. Die genannten Kapellen hatten einen Nachteil, ihnen fehlte die Jugend. Deshalb ging Robert Lackner daran, eine neue Jugendkapelle ins Leben zu rufen, man benötigte aber noch einen Lehrer. Für diese Funktion konnte Georg Kugler gewonnen werden, der soeben aus der amerikanischen Kriegsgefangenschaft in Deutschland zurückgekehrt war. 1947 besuchten bereits 15 junge Burschen mit Begeisterung die Proben. 1948 gründeten folgende 15 Musiker die „Katholische Jugendkapelle“, aus welcher der Musikverein St. Margarethen hervorgegangen ist: Georg Kugler (Tenorhorn), Robert Lackner (Flügelhorn), Paul Artner (Trompete Es), Josef Draxler (Trompete Es), Paul Draxler (Klarinette), Johann Gabriel (Flügelhorn), Franz Grill (Klarinette), Josef Kremsner (Klarinette), Franz Schadlbauer (kleine Trommel), Franz Schneider (Euphonium), Paul Schneider (große Trommel), Josef Schriefl (Trompete Es), Friedrich Spaltl (Basstuba), Michael Schüller (Flügelhorn), Franz Unger (Basstuba). Schon bald danach schloss sich Johann Weixelbaum (Alt-Horn) der jungen Musikkapelle an. Als Kapellmeister fungierte Georg Kugler, als Kapellmeisterstellvertreter und Geschäftsführer (Obmann) Robert Lackner. Die ersten Kontakte mit der Burgenland-Kapelle von Robert Payer gab es 1971 in Schwäbisch Gmünd, und 1978 wurde der Grundstein für die Partnerschaft mit der deutschen Musikkapelle Hussenhofen durch deren Besuch in St. Margarethen gelegt. Im Jahr 1989 gastierte auf Initiative von Obmann Franz Artner erstmals das Zentralorchester der tschechischen Armee in der Musikhalle anlässlich eines internationalen Blasmusikfestivals, bei dem auch das Orchester des ungarischen Finanzministeriums und die Blaskapelle Radovanka aus Pressburg sowie die Blaskapelle Makos aufgetreten sind. Von diesen 16 Gründungsmitgliedern sind bereits 13 verstorben. Bis zum Jahr 2022 ist die Zahl der Musiker/innern erfreulicherweise auf 48 angestiegen, darunter elf weibliche. In den Jahren 1968 – 1970 wurde unter großen Eigenleistungen das (erste) Musikheim errichtet und 1987/1988 die Musikhalle. 2016/2017 erfolgte dann der umfangreicheUmbau/Neubau des Musikheim-Gebäudes.