St. Jakob im Rosental
Gemeindeverwaltung
6 Schnellzugriffe
2 Schnellzugriffe
3 Schnellzugriffe
Infos
Beschreibung
Herzlich Willkommen in der Marktgemeinde St. Jakob im Rosental! Das heutige Gemeindegebiet von St. Jakob dürfte bereits in der Jungsteinzeit besiedelt worden sein, diese Annahme ist jedoch nicht durch archäologische Funde gesichert. Das Gräberfeld von Frög in der Nachbargemeinde Rosegg weist jedoch zumindest auf eine Besiedlung während der hallstattzeitlichen Bronzezeit hin. Aus spätrömischer Zeit ist in der Kirche im Ortsteil Schlatten ein Kultstein des unter römischen Soldaten populären persischen Lichtgottes Mithras erhalten. Im 6. Jahrhundert besiedelten Slawen das Gebiet des heutigen Rosentals; viele der slowenischen Flur- und Ortsnamen dürften ihren Ursprung in jener Zeit haben. Die Kolonialisierung und Christianisierung durch die Baiern erfolgte ab dem 9. Jahrhundert. Im 11. Jahrhundert wurde die Pfarrkirche St. Jakob von Graf Ozzi I. (einem aus Bayern stammenden Adeligen, der um 1024 auch das Stift Ossiach gründete) als Eigenkirche errichtet. Durch die Türkenkriege wurde das Gebiet des heutigen St. Jakob zwischen 1472 und 1483 mehrfach stark in Mitleidenschaft gezogen.
Während der Auseinandersetzungen zwischen Österreich und dem napoleonischen Frankreich gehörte St. Jakob von 1809 bis 1813 zu den Illyrischen Provinzen. Die französisch-österreichische Grenze verlief entlang des Kleinen Suchagrabens. Im Jahr 1888 wurde St. Jakob aus der 1849 entstandenen Großgemeinde Rosegg ausgegliedert und als eigene Gemeinde etabliert. Der Bau der Karawankenbahn mit dem Karawankentunnel zwischen 1901 und 1906 führte zu einem wirtschaftlichen Aufschwung. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und der Auflösung Österreich-Ungarns kam es im Zuge des Kärntner Abwehrkampfs zu Auseinandersetzungen um den strategisch wichtigen Karawankentunnel. Die Orte Rosenbach, St. Jakob und Rosegg wurden von Truppen des SHS-Staats besetzt. Nach heftigen Kämpfen kam der Karawankentunnel im Mai 1919 wieder unter die Kontrolle Kärntner Truppen. Die Volksabstimmung am 10. Oktober 1920 brachte in St. Jakob eine Mehrheit für den Anschluss an das Königreich Jugoslawien (54 %). Da aber in der gesamten Abstimmungszone A sich 59 % der Stimmberechtigten für einen Verbleib bei Österreich aussprachen, blieb das Gemeindegebiet bei Kärnten. Während des Zweiten Weltkriegs wurden zahlreiche slowenischsprachige Gemeindebürger zwangsausgesiedelt und in Konzentrationslager deportiert. Die kriegsstrategisch wichtigen Bahnhöfe Maria Elend und Rosenbach wurden durch alliierte Fliegerangriffe mehrfach bombardiert. St. Jakob wurde 1981 zur Marktgemeinde erhoben. Das Wappen zeigt (rechts oben) eine Jakobsmuschel und (rechts unten) eine Rose, es spricht also.
Kommende Veranstaltungen
Empfohlene Artikel
ID - Austria Grundinformationen
Lesezeit 3 Minuten
Reisepass - Neuausstellung
Lesezeit 7 Minuten