Gestern war auf ORF 1 eine sehenswerte Ausgabe der Dok 1 mit dem Titel „Sparen, Streichen, Schließen – Gemeinden unter Druck“ zu sehen. Die Dokumentation zeigt eindrucksvoll, womit viele Städte und Gemeinden aktuell konfrontiert sind: sinkende Einnahmen bei gleichzeitig steigenden Ausgaben.
Ob Kinderbetreuung, Infrastruktur, Energie, Personal oder soziale Leistungen – die laufenden Kosten wachsen stetig.
Gleichzeitig geraten freiwillige Leistungen wie Freibäder, Kulturangebote oder Freizeiteinrichtungen zunehmend unter Druck. In Eichgraben entstehen hierfür jährliche Kosten von 160.000€ für das Wienerwaldbad, 80.000€ für die Bücherei, 200.000€ für die Musikschule, 160.000€ für die Nachmittagsbetreuung Schule, usw.
Gemeinden stehen daher vor schwierigen Entscheidungen: Gebührenerhöhungen, das Streichen einzelner Angebote, mögliche Gemeindefusionierungen – oder augenzwinkernd gefragt: eine Rückkehr zu historischen „Hand- und Zugdiensten“😄?
Diese Entwicklungen betreffen zahlreiche Kommunen in ganz Österreich. Ein Blick auf die aktuellen Zahlen zur Gemeindefinanzierung und Verschuldung, veröffentlicht von Statistik Austria, zeigt die angespannte Lage vielerorts deutlich.
Die Marktgemeinde Eichgraben steht im Vergleich erfreulicherweise noch solide da. Dennoch haben Sie in den vergangenen Monaten bemerkt, dass auch bei uns ein verantwortungsvoller und sparsamer Umgang mit öffentlichen Mitteln notwendig ist. Dort, wo es sinnvoll und möglich ist, werden Ausgaben kritisch geprüft und Einsparungen vorgenommen – stets mit dem Ziel, die hohe Lebensqualität in unserer Gemeinde langfristig zu sichern.
Gerade in herausfordernden Zeiten ist Transparenz besonders wichtig. Wir werden Sie daher weiterhin offen über Entwicklungen informieren und gemeinsam daran arbeiten, Eichgraben finanziell stabil und lebenswert zu erhalten.