Blackout-Übung der Gemeindebediensteten
und Freiwilligen Feuerwehr Nickelsdorf:
Damit im Krisenfall jeder Handgriff sitzt
Für den Ernstfall gerüstet! Die Gemeindebediensteten und die FFW-Nickelsdorf beübten den Umgang mit Notstromaggregaten, damit im Falle eines Blackouts die Versorgung sichergestellt ist.
Nickelsdorf ist gut auf ein mögliches Blackout vorbereitet
„Wir hoffen, dass der Tag X nie eintreten wird. Wenn aber doch, sind wir als Gemeinde gut darauf vorbereitet“, versichert Bürgermeister Ing. Gerhard Zapfl sowie der Krisenbeauftragte
2. Vzbgm. Erich Weisz. Beübt wurden alle Maßnahmen, die im Falle eines längeren Stromausfalls zur Sicherung der kritischen Infrastruktur zu setzen sind.
Kläranlage und Einsatzstelle ist krisensicher
„Eine unserer zentralen Aufgaben im Blackout-Fall ist es, die „Abwasserentsorgung sicherzustellen“. Pumpwerke, Klärbehälter, Kanalstränge sind von elektrischem Strom abhängig. Im Blackout-Fall müssen sie mit Notstromaggregaten vorsorgt werden.
„Wir sind gut aufgestellt. Unsere Kläranlage, Gemeindeamt und Feuerwehrhaus sind mit fixen Notstromaggregaten ausgestattet. Einzelne Bereiche können wir im Krisenfall stundenweise mit transportierbaren Notstromaggregaten betreiben“, führt Bevölkerungsschutzbeauftragter Erich Weisz, der im Gemeindeamt für die Blackout-Vorbereitungen zuständig ist, näher aus. „Im Krisenfall muss jeder Handgriff sitzen. Daher werden regelmäßig Übungen stattfinden, neue Mitarbeiter werden eingeschult und die Funktionsfähigkeit der Notstromaggregate überprüft.“
Verbesserte Kommunikation unter Einsatzkräften und Bevölkerung
Der Übungstag wurde auch genutzt, um die Mitarbeiter mit den neuen Digitalfunkgeräten vertraut zu machen. Im Krisenfall ist die Gemeinde über das neue Funksystem BOS wie auch mit dem FM/GPS-Funk mit sämtlichen Einsatzkräften im ganzen Land verbunden. So können sich einerseits Feuerwehr, Polizei, Rettung und Behörden vor Ort besser abstimmen und andererseits gibt es nun einen direkten Draht, um schnell Hilfe von außen zu holen, erklärt FFW-Kmdt. Christian Meixner.
Selbsthilfe-Basen in Nickelsdorf
Eine weitere zentrale Aufgabe der Gemeinde im Katastrophenfall ist die Information der Bevölkerung über lokale Maßnahmen. Bei einem Blackout würden gewohnte Kommunikationswege über Handy, Internet, Festnetz lahmgelegt. „Sollte diese Ausnahmesituation eintreten, richten wir zwei Selbsthilfe-Basen für die Bevölkerung ein – im Pensionisten Clubraum (O.H. 3) sowie im Turnsaal der Volksschule (L.G. 26) damit sie für alle fußläufig erreichbar sind“, informiert der Bürgermeister.
Selbsthilfe-Basen sind Anlaufstellen für Menschen, die dringend Hilfe benötigen, genauso wie für Menschen, die ihre Hilfe anbieten können. Sie sind mit Funk ausgestattet, damit in Notfällen Notrufe an die Einsatzorganisationen abgesetzt werden können. Sie dienen auch als Kommunikationsdrehscheibe, um sich über lokale Entwicklungen zu informieren und auszutauschen.
Nickelsdorfer Selbsthilfe-Basen werden aktiviert, sobald von offizieller Seite ein Blackout/Krisenfall festgestellt wird.
Was die Gemeinde nicht leisten kann
Was die Gemeinde im Falle eines Blackouts nicht leisten kann, ist die Bevölkerung mit Lebensmittel zu versorgen. Jede Familie sollte einen Notfallplan und Lebensmittel für 14 Tage zuhause haben. Der Zivilschutzverband bietet hier viele hilfreiche Informationen: https://zivilschutz.at/thema/blackout/
20260424/E.Weisz